Fachwissen

Haken, Gehänge & Ketten entlacken

Lackierhaken, Gehänge, Gestelle, Traversen und Förderketten werden bei jeder Beschichtung mitlackiert. Mit der Zeit „verlacken" sie – die isolierende Lackschicht stört die Erdung, verändert Maße und beeinträchtigt das Beschichtungsergebnis. Wir entschichten diese Betriebsmittel zuverlässig: thermisch oder chemisch, je nach Werkstoff und Beschichtung.

Teilespektrum

Was wir entlacken

Vom einzelnen Drahthaken bis zur kompletten Förderkette – wir reinigen die gesamte Bandbreite an Lackierhilfsmitteln und Betriebsmitteln.

Lackierhaken

S-, C- und Drehhaken in allen Drahtstärken.

Gehänge & Traversen

Auslegerrahmen und Querträger für Durchlaufanlagen.

Gestelle & Warenträger

Ein- und mehrfach beladbare Vorrichtungen.

Förder- & Transportketten

Ketten und Fördersysteme aus Lackierlinien.

Tauchrahmen & Aufnahmen

Vorrichtungen aus Tauch- und KTL-Anlagen.

Hakenleisten & Spindeln

Mehrfach-Aufhängungen und Dreheinheiten.

Lackieranlagen-Teile

Düsen, Bleche, Maskierungen und Abdeckungen.

Fehlbeschichtete Teile

Ausschuss zur Wiederverwendung statt Verschrottung.

Strahlanlage zur Nachreinigung entlackter Betriebsmittel
Strahlanlage zur Nachreinigung entlackter Betriebsmittel.
Hintergrund

Warum verlackte Aufnahmen zum Problem werden

Eingebrannter Lack wirkt elektrisch isolierend. Gerade in der Pulverbeschichtung hat das spürbare Folgen:

Erdung & Sicherheit

Die elektrostatische Pulverbeschichtung setzt eine zuverlässige Erdung voraus. Stark verlackte Haken und Warenträger bieten keinen blanken Kontaktpunkt mehr – schlechte Aufladung, unkontrollierte Entladungen und ein erhöhtes Risiko sind die Folge. Blanke Kontaktstellen sichern einen niedrigen Erdungswiderstand.

Gleichmäßige Schichtdicke

Saubere, leitfähige Aufnahmen sorgen für einen gleichmäßigen Pulverauftrag und reduzieren Ausschuss.

Maßhaltigkeit & Passung

Ohne Lackaufbau passen Werkstücke wieder exakt in ihre Aufnahmen – wichtig für automatisierte Anlagen.

Werterhalt statt Neukauf

Aufgearbeitete Haken und Gestelle lassen sich vielfach wiederverwenden; die zyklische Entlackung ist meist wirtschaftlicher als Entsorgung und Neubeschaffung.

Verfahren

Thermisch oder chemisch – passend zum Werkstoff

Welches Verfahren das richtige ist, hängt von Werkstoff, Beschichtung und Bauteil ab – häufig kombiniert mit anschließendem Strahlen, um letzte Rückstände zu entfernen.

Verfahren 1

Thermische Entlackung (Pyrolyse)

Für temperaturbeständige Stahlhaken, Gestelle, Traversen und Ketten. Im Ofen zersetzt sich der Lack unter sauerstoffreduzierter Atmosphäre; die Pyrolysegase werden nachverbrannt, die Ascherückstände anschließend abgestrahlt. Wirtschaftlich für große Stückzahlen und dicke Lackaufbauten.

Mehr zur thermischen Reinigung →

Verfahren 2

Chemische Entlackung (Tauch & Spritz)

Für temperaturempfindliche, dünnwandige oder maßkritische Teile. Das Entlackungsmedium löst den Lack im Tauchbad oder im Spritzverfahren – schonend und ohne Verzug. Ideal, wenn keine thermische Belastung erfolgen darf.

Mehr zum Tauch- & Spritzentlacken →

Für besonders empfindliche oder dünnwandige Teile ist zusätzlich eine rein mechanische Entschichtung mit Wasserhöchstdruck möglich – chemikalienfrei und materialschonend.

Ihr Nutzen

Aufarbeiten statt entsorgen

Zyklische Aufarbeitung

Regelmäßige Entlackung hält Betriebsmittel dauerhaft einsatzbereit.

Sichere Erdung

Blanke Kontaktstellen für stabile Elektrostatik und mehr Prozesssicherheit.

Konstante Qualität

Gleichmäßige Schichtdicke und weniger Ausschuss in der Beschichtung.

Maßhaltige Aufnahmen

Passgenauigkeit für automatisierte Förder- und Lackieranlagen.

Werterhalt

Vielfache Wiederverwendung statt teurer Neubeschaffung.

Nachhaltig

Weniger Abfall und Materialeinsatz – ressourcenschonend.

FAQ

Häufige Fragen

Warum müssen Lackierhaken und Gehänge entlackt werden?

Eingebrannter Lack wirkt elektrisch isolierend. Verlackte Haken und Warenträger bieten keinen blanken Kontaktpunkt mehr, was die Erdung in der elektrostatischen Pulverbeschichtung stört und die Beschichtungsqualität verschlechtert.

Welche Betriebsmittel entlackt HAASE?

Lackierhaken, Gehänge, Traversen, Gestelle, Warenträger, Förder- und Transportketten, Tauchrahmen sowie fehlbeschichtete Teile.

Thermisch oder chemisch – welches Verfahren ist das richtige?

Temperaturbeständige Stahlteile werden meist thermisch per Pyrolyse entlackt; temperaturempfindliche oder maßkritische Teile chemisch im Tauch- oder Spritzverfahren. Die Wahl hängt von Werkstoff, Beschichtung und Bauteil ab.

Lohnt sich das Aufarbeiten gegenüber einer Neubeschaffung?

In der Regel ja. Aufgearbeitete Haken und Gestelle lassen sich vielfach wiederverwenden; die zyklische Entlackung ist meist wirtschaftlicher als Entsorgung und Neukauf.

Gibt es ein chemikalienfreies Verfahren für empfindliche Teile?

Ja. Für besonders empfindliche oder dünnwandige Teile ist eine rein mechanische Entschichtung mit Wasserhöchstdruck möglich – chemikalienfrei und materialschonend.

Verlackte Haken, Gehänge oder Förderketten?

Senden Sie uns Ihre Betriebsmittel – wir wählen das passende Verfahren und geben Ihnen blanke, leitfähige und maßhaltige Aufnahmen zurück, auf Wunsch inklusive Abholung und Lieferung.

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